UND LASCHET HAT GELACHT…

Beim Streaming Dienst „Amazon“ gibt es eine Serie, in der eine Reihe von Comedians darum kämpfen, möglichst nicht über die Witze und Aktionen der Anderen zu lachen. Das ist sehr unterhaltsam. Armin Laschet hätte dort keine Chance, er müsste schon in der ersten Runde ausscheiden.

Wahrscheinlich sagte bei dem Termin, der für die ganze derzeitige Aufregung sorgt, irgendein Witzbold (oder eine Witzboldin) während der Bundespräsident sprach: „Habt ihr das gesehen, der Steinmeier hat zwei unterschiedliche Socken an!“

Vielleicht war es auch eine andere Bemerkung. Jedenfalls hat Laschet gelacht. Ob er jetzt raus ist als Kanzlerkandidat? Söder denkt angestrengt darüber nach!

H.R.

CORONAFRAGEN AN RADIO ERIWAN

Radio Eriwan war zu Zeiten der Sowietunion der Sender, der auf schwierige Fragen einfache Antworten geben konnte. Zu unserer Freude gibt es Radio Eriwan noch immer.

Frage an Radio Eriwan:

Gibt es in Deutschland ab dem 7. Juni ausreichend Corona-Impfstoff?

Radio Eriwan:

Im Prinzip ja, aber nicht für alle.

Frage an Radio Eriwan:

Trifft es zu ,dass mit privaten Coronatestzentren massenhaft Missbrauch von Kriminellen getrieben wird?

Radio Eriwan:

Im Prinzip ja, aber sie sollten sich schämen.

Frage an Radio Eriwan:

Trifft es zu, dass auch in Deutschland Minister:innen hin und wieder zurücktreten?

Radio Eriwan:

Im Prinzip ja, aber nur wenn sie ihren Doktortitel zu Unrecht getragen haben.

Frage an Radio Eriwan:

Kann auch ein Minister ohne Doktortitel zurücktreten?

Radio Eriwan:

Im Prinzip ja, aber an wen denken Sie?

UdM 31.05.2021

SPAHN

Die CDU galt immer als eine Partei, die – auch im eigenen, manchmal dubiosem – Interesse, gut mit Geld umgehen konnte. Das trifft für den Bundesgesundheitsminister nur zu, wenn es die privaten Immobiliengeschäfte betrifft. Für die Verschleuderung von Steuergeldern bei der Beschaffung von Masken, die sich in noch extremerer Form bei der Finanzierung der Corona-Testzentren fortsetzt, wären ein Untersuchungsausschuss und ein baldiger Rücktritt die angemessene Reaktion. Nicht vorstellbar, Spahn wäre als junger Hoffnungsträger Kanzlerkandidat der Union geworden.

Was sagen eigentlich Kanzlerin und Vizekanzler zu dem Desaster?

H.R.

HABECK 2

Rudolf Habeck will offenbar nicht länger Finanzminister werden. Er bereitet sich stattdessen auf eine Karriere als Außen- oder Verteidigungsminister vor. Derzeit ist er in der Ukraine. Auf dem Weg zur Front, hat er sich dafür ausgesprochen, Waffen an die Ukraine zu liefern – natürlich nur zur Verteidigung. Hoffentlich reist er als nächstes nicht nach Gaza.

H.R.

CORONADRESSUR

Minister Spahn, der die Nation gerne wie ein Vorschulgruppe im Verkehrsgarten anspricht -Vorsicht!, Umsicht! –  ist nun auf den Hund gekommen, dem man die Wurst zum Erreichen optimaler Dressurziele immer ein bisschen höher hängt. War das Ziel für ein vorcoronaähnliches Leben bisher die magische Inzidenzzahl 30, strebt Herr Spahn nun einen Wert unter 20 an. Ist das noch AHA oder schon ministerielles ADHS ?

UdM 25.05.21

HABECK

Der Grünen-Vorsitzende hat es zur Zeit nicht leicht. Als potentieller künftiger Finanzminister versuchte er, bei einer Podiumsdiskussion die Eigenkapitalvorschriften für Banken,“Basel 3″, zu erläutern. Das ging gründlich in die Hose. Davon überzeugt, in seiner poetisch-mäandernden Art alles irgendwie erklären zu können, kam er nicht auf die gesichtswahrende Idee, die Beantwortung an eine Fachperson seiner Partei zu delegieren.

Als Beleg für ausgeprägte Sparsamkeit wiederum, die von den Grünen dem derzeitigen Finanzminister häufig vorgeworfen wird, schilderte er in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen am Sonntag“ seine Haltung zum Essen: „Ich kriege richtig schlechte Laune, wenn ich sehe, dass jemand seinen Pizzarand nicht aufisst.“ Und fügte hinzu: „Was gekocht wird, wird gegessen!“

Wer will bei einer so klaren erzieherischen Ansage noch wissen, was „Basel 3“ ist?

H.R.

SCHÖNST BLÜMELEIN

Die Wirtschaftsverwaltung des Senats von Berlin fordert, wie der „Tagesspiegel“ in seinem „Checkpoint“ meldet, künftig bei Veranstaltungen auf Schnittblumen zu verzichten. Es handle sich um „Wegwerf-/Einmalartikel“, die „durch immer wieder verwendbare Topfpflanzen ersetzt werden“ könnten.

Ich finde das inkonsequent. Schnittblumen verursachen auch im privaten Verbrauch „hohe ökologische und Transportkosten“, wie es in der Begründung des zuständigen Staatssekretärs heißt. Abgeschnittene Blumen sollten generell verboten werden. Statt Blumensträußen künftig Blumentöpfe!

Aber was wird aus den Vasen?

H.R.

SÖDER

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und Kanzlerkandidat von CDU und CSU, Armin Laschet, wird jetzt gefragt, wie er denn zu AfD-nahen Aussagen des neu nominierten Bundestagskandidaten der CDU in Thüringen, Hans-Georg Maaßen, stehe. Ob er sich nicht von ihm distanzieren müsse.

Die Frage lenkt den Blick auch auf andere Persönlichkeiten der Union, zum Beispiel auf den bayerischen Ministerpräsidenten. Ein Blick in dessen WIKIPEDIA Eintrag zeigt folgende von ihm im Laufe der Zeit vertretenen Positionen: „Kruzifixe und keine Kopftücher in den Schulen“; keinen „falsch verstandenen Dialog mit dem Islam“, für ein“Vollverschleierungsverbot“.

Für eine Lockerung des Kündigungsschutzes, gegen einen gesetzlichen Mindestlohn.

Aber auch für ein Verbot der Neuzulassung von Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2020; für die „Rettung der Bienen“ und für das Fortbestehen von „Unser Sandmännchen“. Zumindest hier sollte es bei den Koalitionsverhandlungen mit den Grünen keine unüberwindbaren Schwierigkeiten geben.

H.R.

DREAMTEAM

Markus Söder sollte unbedingt Kanzlerkandidat von CDU und CSU werden. Allerdings unter einer Bedingung: Dass er sich verpflichtet, unter Annalena Baerbock als Vizekanzler zu dienen.

H.R.

CORONANACHMITTAG

Das Robert-Koch-Institut mahnt, die Intensivmediziner befürchten, Lauterbach weiß.

Ein Gericht in Münster richtet: Wenn einige Geschäfte geöffnet haben dürfen, dürfen alle Geschäfte geöffnet haben. Werden nun alle Geschäfte öffnen dürfen? Kaum. Die wenigen, die geöffnet haben dürfen werden schließen müssen. Das wäre schade. 

Aber so ist Gerechtigkeit.

Die Kanzlerin bildschirmt mit den Ministerpräsidenten. Reporter befürchten, nicht rechtzeitig zum Abendessen zu Hause zu sein.

Aber so ist ihr Job.

Ich sitze, nein, verweile, vermutlich ordnungswidrig, mit meinem Pappbecherkaffee in der Nachmittagssonne auf einer Parkbank am Savignyplatz. Auf der Wiese sitzen, garantiert ordnungswidrig, gut zwanzig junge Menschen, vierzehn, fünfzehn Jahre alt, ohne Maske dicht beieinander. Vielleicht treffen Sie sich, weil sie nicht zur Schule dürfen, vielleicht haben sie sich nach der Schule getroffen. Wer weiß schon, wann Schulen für welche Altersgruppe geöffnet haben dürfen, wann nicht. Einer hält ein kleines Kofferradio, eher einen mit Spotify verbundenen Lautsprechen in der Hand. Rhythmische Musik. Einige stehen auf, beginnen zu tanzen, dann tanzen alle. Ein schönes Bild. Wissen sie nicht, wie gefährlich das sein kann. Doch. Sie sind ja nicht dumm.

Aber so ist Lebensfreude.

Weiß die Kanzerinnenrunde noch was das ist?

UdM 22.03.2021