NOCH EIN VORSCHLAG

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat jetzt auch einen Vorschlag zu Müllvermeidung und Klimaschutz gemacht. Nicht nur – wie von der SDP Umweltministerin geplant – sollen Plastiktüten verboten werden. Auch Papiertüten, wie sie in Bioläden zu finden sind, sollen nicht mehr erlaubt sein. Das ist nur konsequent: Papier wird aus Holz gemacht, Holz kommt von Bäumen, die kommen aus dem Wald, und den Wald brauchen wir, um CO2 zu binden.
Wie lösen wir dann aber das Einpackproblem im Einzelhandel? Da hilft ein Blick in die Vergangenheit, z.B. in die Zeit nach dem Ende des 2. Weltkrieges in Deutschland. Waren des täglichen Bedarfs wurden in Netzen oder eingewickelt in Zeitungspapier transportiert. Flüssige oder weiche Waren in Kannen und Schüsseln.
Wenn also die Haushaltsabgabe für ARD und ZDF um den Preis eines verpflichtenden Zeitungsabonnements erhöht würde, wäre das gut für die Verlage, die Information der Bevölkerung durch Qualitätsjournalismus und damit für den Kampf gegen die AFD und alle anderen Populisten. Nur Mut GroKo, sonst kommt der Habeck aus dem Busch und ihr seht schon wieder aus wie Looser!
H.R.

SOMMERINTERVIEW

Es gab wieder ein ARD-Sommerinterview. Diesmal mit Bienenfreund und Klimaschützer Markus Söder. Der Interviewer, der gemeine, oft scheint es, vorab verabredete Fragen stellt und der Interviewte, der dann oft so tut, als träfen ihn auch die hinterlistigsten Einwürfe ganz unerwartet, sitzen dabei in klobigen würfelförmigen roten Sesseln auf einer Plattform, die über der Spree im Regierungsviertel zu schweben scheint. Ob das, besonders bei windigem Wetter, eine zusätzlicher Trick der Fernsehleute ist, um die Interviewten, beispielsweise in Sorge um ihre Frisur, besonders authentisch erscheinen zu lassen ist Spekulation. Dennoch stellt sich die Frage nach dem Warum dieser Plattform, auf der die Befragten im Bemühen um ihre Lockerheit stets etwas verkrampft wirken. Hund und Welt vermutet, die Plattform dient dem Tierwohl. Denn sollte einer der Befragten mal seinen Hund mitbringen, wird der die luftige Atmosphäre sehr viel mehr schätzen als ein düsteres Fernsehstudio. Bei luftig, übrigens, als es um reine Luft in München ging, hat der Bienenfreund Vollzug gemeldet. Man kann wieder unbesorgt atmen, alle Messungen sind jetzt angepasst. Und bei der windigen Luft für Windkraftanlagen, von denen es im Glückliche-Bienen-Land bisher kein einziges gibt, weht Hoffnung: Wenn die Bürger keine Windräder mögen, kommen sie in die Wälder. Schau’mer mal.

05.08.19

UdM

DER SCHLAUE HUND 2

Ich habe eben mit unserem Hund Dina über die „Methode Chaser“ gesprochen. Sie hat Bedenken geäußert. Die Alternative – spielen oder Leckerli – gefällt ihr nicht. Sie plädiert für spielen und Leckerli. Oder für Leckerli ohne spielen.
Was die 1022 Begriffe angeht, die Chaser beigebracht wurden, hält sie das für machbar. Sie hat allerdings ihre Zweifel, ob ich mich nach Abschluss des Trainings noch an alle würde erinnern können. Auf :“Jetzt hol doch mal das Dings, Du weißt schon, das mit dem gelben Schnabel“, würde sie jedenfalls nicht reagieren!

H.R.

DER SCHLAUE HUND

Letzten Dienstag ist Chaser gestorben. Chaser war ein Border Collie, der eine gewisse Berühmtheit erlangte, weil er 1022 Begriffe unterscheiden konnte.Sein Besitzer, ein pensionierter Psychologieprofessor, trainierte drei Jahre lang jeweils vier bis fünf Stunden mit ihm. Eine seiner Hauptbotschaften: Hunde lernen am besten im Spiel und nicht durch Leckerli.
H.R.
Es gibt auch ein Video: https://youtu.be/J982KYWohT8

Haste mal fünf Euro?

SPD – Urgestein Oppermann hat ein Angebot gemacht, das schwer zurückzuweisen ist: Für fünf Euro sollte sich Jedermann an der Wahl der neuen SPD-Vorsitzenden beteiligen können. Das Angebot ist ausbaufähig: für einen Euro sollte man sich für den Vorsitz bewerben können. Vielleicht findet sich auf diese Weise ja jemand.

 

UdM

HUNDEGESPRÄCH

Hundebesitzerin schreit ihren frei laufenden Hund an:
„Komm endlich her du blöder Köter!“
Vorbeigehender Hundebesitzer mit angeleinter Hündin stutzt kurz:
„Da herrscht aber ein strenger Ton!“
Hundebesitzerin:
„Muss sein, ist ein Rüde!“

DIE UMFRAGE – AUSSAGE

Die sogenannte Mitte-Studie alarmiert zur Zeit die Medien, zumal sie den ‚Verlust der Mitte’ im Titel gleich mitliefert. Leider erfährt das aufzurüttelnde Publikum nicht immer die jeweilige Fragestellung, die zum besorgniserregenden Ergebnis geführt hat. Es handelt sich bei der Mitte-Studie offenbar auch nicht um eine Umfrage sondern um vorformulierte Aussagen, die bestätigt oder abgelehnt werden können. Die SZ vom heutigen Freitag führt als Beispiel an – Zitat: ‚Auch setzen mehr als ein Drittel (der Angesprochenen) die Verbrechen des Nationalsozialismus mit Handlungen des Staates Israel gleich und stimmen der Aussage zu, was Israel mit den Palästinensern mache, sei – Zitat Studie ’’auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben’’ – Zitatende Studie und SZ.

Ganz abgesehen davon, dass die Vernichtung der Juden in der Nazizeit durch Deutsche jeden Vergleich von vorneherein verbietet, wäre die Aussage, sollte sie denn tatsächlich so zur Beurteilung gestellt worden sein, in ihrer fahrlässigen Undifferenziertheit empörend und rassistisch. Sie zielte bewusst auf Ressentiments nicht nur gegen den Staat Israel sondern gegen Juden im Allgemeinen. Sie zwänge  Menschen, die möglicherweise berechtigte Vorbehalte gegenüber der aktuellen Politik Israels haben zur Relativierung der Jahrhundertverbrechen von Auschwitz.

Auch so kann man Werbung für den Rechtspopulismus machen.

 

UdM 26.04.19

 

FALSCH GEDÜBELT

Nun also ein paar vielleicht brennbare Baumarktdübel, die erneut die Eröffnung unseres schönen Hauptstadt-Flughafens zu verzögern drohen.

Kann man denn nicht einfach auf der Anfahrt zum Flughafen, wie an jedem Fahrstuhl üblich, ein gut sichtbares Schild anbringen?

IM BRANDFALL NICHT BENUTZEN

UdM

DIE ARZTSUCHE

Grundsätzlich empfiehlt es sich, am Wochenende keine behandlungsbedürftige Krankheit zu entwickeln. Es empfiehlt sich eigentlich überhaupt nicht, krank zu werden. Aber hin und wieder kommt es vor. In Berlin läßt sich im äußersten Fall die Notaufnahme eines der zahlreichen Krankenhäuser aufsuchen. Auf dem Land ist das eine ganz andere Sache.

Der Lokalzeitung lassen sich zwar die Telefonnummern der Bereitschaftsdienste entnehmen, aber in den seltensten Fällen sind die Praxen im nächst größeren Ort. Manchmal sind sie 50, 60 oder mehr Kilometer entfernt. Manchmal sind sie auch nur wenige Stunden geöffnet.

Die Krankenhäuser in unserer Region im Norden sind spezialisiert auf bestimmte Bereiche. Schon eine Diphterieauffrischung nach einem kleinen Unfall bei der Gartenarbeit oder beim Fahrradfahren, kann nicht überall vorgenommen werden.

Besonders problematisch ist die Suche nach einem Facharzt, z.B. – wie kürzlich geschehen – einem Augenarzt. Da resignierte nach einigem Hin und Her auch die nette Dame in der Leitstelle und riet: „Fahren Sie doch besser gleich nach Berlin. Ist auch nicht viel weiter!“

H.R.

DAS SUPPENHUHN

Heute wollte ich in der kleinen Stadt in der Nähe ein Suppenhuhn kaufen. Ich fuhr zu dem Metzger, der sein Fleisch aus biologisch-ökologisch korrekter Haltung bezieht. Geflügel – Fehlanzeige. Die Frage, ob vielleicht ein anderer Metzger im Ort Geflügel im Angebot habe. Schulterzucken. „Da werden Sie kein Glück haben. Da müssen sie schon ins Kaufland!“ Ich war schon fast aus der Tür, da ruft die sympathische Metzgerin mir nach: „Versuchen Sie es doch beim Nachbarn im Dorf, der kann Ihnen eins schlachten!“

H.R.