DIE ABGABE

Die nächste Erhöhung der Rundfunkgebühren ist fällig. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten hat eine notwendige Erhöhung um 58 Cent ab 2025 ermittelt. Politischer Streit ist vorprogrammiert.
Der für Medien zuständige Staatssekretär in der Landesregierung in Potsdam hat sofort erklärt, dass erst einmal alle von den Sendern angemeldeten Kosten auf den Prüfstein müssten. Hier zwei Vorschläge:
Wie der „Berliner Morgenpost“ zu entnehmen war, kostet der ZDF-Podcast „LANZ&PRECHT“ im Jahr 1,2 Millionen Euro. Das ist viel Geld für den regelmäßigen „Gedankenaustausch zweier Menschen, die sich persönlich zugetan“ sind, aber was antisemitische Vorurteile angeht, erhebliche Bildungslücken aufweisen. Zwei Männer, ein Mikrophon, was kann da bloß so teuer sein?
Im Newsletter „turi“ wiederum war zu lesen, dass die künftige Moderatorin der sonntäglichen Diskussionsrunde der ARD weniger Honorar erhalten wird als Anne Will. Für geschätzt 35 Sendungen (Sommerpause, Ostern, Weihnachten) werden nur noch 570.000 Euro überwiesen.
Da Carmen Miosga die Sendung aber mit ihrer eigens gegründeten Firma herstellen darf, wird bei sparsamer Produktionsweise am Jahresende sicher noch ein kleines Zubrot fällig.
Da könnte Staatssekretär Grimm aus Brandenburg mal vorsichtig beim verantwortlichen Sender NDR in Hamburg nachfragen, ob es dort keine Redaktion gibt, die für Sonntagabend vier oder fünf Gäste zu einem aktuellen politischen Thema einladen und der Moderatorin Vorbereitungsmaterial liefern kann? Und er könnte fragen, ob die der Zuspitzung dienenden, meist an der falschen Stelle eingespielten, Kosten verursachenden Filmclips irgendeinen Erkenntniswert haben?

H.R.




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