Hundetagebuch 22

Lieber Ulrich,

als ich den USA in New York studierte, hatte ich im Laufe von zwei Semestern vier verschiedene Zimmergenossen, „room mates“. Der erste, ein ausgesprochen attraktiver allerdings ebenso dümmlicher Weiberheld, war trotz seiner mentalen Defekte ausgesprochen hilfsbereit. Als er mich einige Male beobachtet hatte, wie ich beim Auswählen von Gerichten in der Cafeteria aus einer, für damalige deutsche Verhältnisse geradezu unüberschaubaren Angebotsvielfalt, in durch Hilflosigkeit verursachte Immobilität fiel, klopfte er mir freundlich auf die Schulter und flüsterte mir ins Ohr: „If you don’t know what to do, just ask!“

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