Hundebrief 29.12.15

Lieber Ulrich,

Kleinkinder und viele ältere Menschen haben etwas gemeinsam: Sie benötigen eine Fortbewegungshilfe. Bei Kindern sind es Wagen unterschiedlichster Ausstattung, bei Menschen in der Regel Rollatoren.

Auch Welpen und ältere Hunde haben etwas gemeinsam: Wenn sie in PKW-Kombis, gar in SUVs transportiert werden, fällt ihnen das Einsteigen schwer. Tierärzte raten bei größeren Rassen ohnehin von solchen Sprüngen wegen der Belastung der Gelenke ab.

Dina wird trotz ihrer inzwischen fast 15 kg noch immer in den Wagen gehoben, was sich von Woche zu Woche mühsamer gestaltet, ganz abgesehen von den Matschpfoten, denen bei diesen Operationen nur schwer zu entgehen ist. Warum schreibe ich Dir das? Na, ja. Emma wird auch nicht jünger, und auch Ihr transportiert sie in einem Kombi. Es könnte also der Tag kommen, an dem es besser für Emma ist, wenn sie elegant über eine Hundeeinstiegshilfe ins Auto klettert.

Ich habe Marktforschung im Internet betrieben. Es gibt, was war anderes zu erwarten, eine Vielzahl unterschiedlichster Angebote. Es gibt Treppen, die eher unpraktisch sind, weil sie zu viel Platz im Kofferraum wegnehmen. Außerdem: Treppen soll der alternde Hund ja auch nicht unbedingt steigen! Es gibt Faltrampen und es gibt Teleskoprampen. Es gibt sie in unterschiedlichen Längen (160 cm ist die gängigste), es gibt sie in unterschiedlichen Breiten (in der Regel 30 cm). Es gibt sie aus Holz, Kunststoff, Metall und Hightech-Material. Es gibt sie gebraucht für 15€ und neu für bis zu 170.

Zuerst fanden wir eine Holzrampe mit 120 cm Länge ganz gut. Dann wurde mit einem Zollstock der Neigungswinkel am Auto ausprobiert. Jetzt sind wir doch bei 160 gelandet. Vor einer tatsächlichen Bestellung habe ich mich durch Hunderampentests und Käuferbesprechungen gelesen. Für den Fall, dass Du irgendwann tatsächlich an ein Rampe für Emma denken solltest, hier in Kurzfassung meine Ergebnisse:

Holz ist ein Naturprodukt, es kann sich unter Umwelteinflüssen verändern, d.h. es verzieht sich, die Scharniere klemmen, außerdem ist es relativ schwer.

Metall hat häufig eine zu glatte Oberfläche. Bei preiswerten Produkten können Kanten für Verletzungen sorgen.

Hightechmaterial, aus dem auch Kindersitze gemacht werden, wird wegen des leichten Gewichtes gelobt, kann sich nicht verziehen, hat eine trittsichere Oberfläche, ist leicht sauber zu halten und verzieht sich nicht. Du ahnst schon, dass wir uns für diese, allerdings auch teure Variante entschieden haben. Abgeraten wird in den Kundenforen übrigens von Teleskoprampen, egal aus welchem Material. Schmutz setzt sich in die Fugen, sie klemmen, verkanten sich, sind also Mist. Die Klapprampe ist die Rampe der Wahl, sollte es bei Euch je so weit kommen.

Jetzt lese ich mich durch die Tipps für die Gewöhnung des Hundes an seine Einstiegshilfe. Da steht uns noch einiges bevor! Und nach wie vor unvergessen bleibt, wie sich Mika konsequent weigerte, die für sie mühevoll zusammengebaute Hundehütte auch nur zu betreten. Da halfen auch keine Leckerlis. Wenn es bei Dina mit der Hightech Einstiegshilfe tatsächlich nicht funktioniert, schicke ich die Rampe zurück und mache statt dessen Krafttraining!

hj

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