Jenseits von Boateng

Seit wir im Gefolge der Causa Gauland-Boateng wissen, dass im Prinzip alle Deutschen den christlichen, deutschen Starfußballer Boateng gerne zum Nachbarn hätten, können wir fremdenfeindlich und Rassismus technisch zur Tagesordnung übergehen. Zum Beispiel diese Nachricht aus Berlin (Bild):

Rassismus-Vorwurf gegen Schule!“

Es geht um die Grundschule am Koppenplatz in Mitte. Eine Vorzeigeschule mit drei Standorten. Zwei schöne Altbauten, eine heruntergekommene DDR-Platte.

Wo sind die meisten Schüler mit Migrationshintergrund zu finden: Im Plattenbau in der Bergstraße! Am Standort Koppenplatz ist in einer ersten Klasse für 22 % der Kinder die Herkunftssprache nicht deutsch. In einer Parallelklasse in der Bergstraße sind es 78 %.

Was sagt die Schulleiterin Dr. Angela Thiele dazu: „Bei der Zusammensetzung der Klassen wurden die Nationalitäten, die an unserer Schule miteinander lernen, so ausgewogen wie möglich berücksichtigt.“ Aber sie müsse daneben noch auf andere Kriterien achten.

Mein Enkel geht zufällig in diese Schule, nicht in den schönen Altbau, sondern in den Plattenbau, bei dem der Haupteingang wegen Einsturzgefahr geschlossen ist.

Ich werde mal nachfragen, welche Kriterien für seine Einsortierung ausschlaggebend waren. Ich ahne schon die Antwort: Er ist ein begabter Fußballspieler.

HR

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