NEUES AUS DEM ZEITALTER DER DROHNE

 

Während ein weltweit tätiges Versandhaus noch daran tüftelt, wie es dem Kunden ein Pfund Möhren per Drohne auf den Balkon liefern kann, um ihm den lästigen Gang zum Gemüsehändler um die Ecke zu ersparen, ist, wie der Presse zu entnehmen, die Drohne mit Farbspritzdüse für den Sprayer bereits produktionsreife Wirklichkeit.

Was von humorlosen Immobilieneigentümern und Betreibern öffentlicher Verkehrsmittel als Sachbeschädigung empfunden wird, muss nun nicht mehr unter der Bedrohung beim kunstvollen Tun ertappt zu werden geschehen. Der Sprayer kann aus sicherer Position mit ferngesteuerter Drohne nicht nur Fassaden verschönern. Er muss nicht mehr ins Bahndepot um nächtens Waggons einen neunen Look zu verleihen. Er kann dies mit nebenherfliegender Drohne zu jeder Tages- und Nachtzeit nun auch im fließenden Verkehr tun und dem aus dem Fenster schauenden Fahrgast eines seiner rätselhaften Zeichen ins Blickfeld sprayen.

Bei der Begeisterung über diese Novität ist aus dem journalistischen Blickfeld geraten, dass die Drohnenhersteller an einem Fluggerät arbeiten, das unser Straßenbild revolutionieren wird, nämlich der Gassi-Drohne.

Die Gassi-Drohne ermöglicht es dem aus welchen Gründen auch immer am Verlassen seiner Behausung gehinderten Hundebesitzer, seinen Vierbeiner gassifliegen zu lassen. Hierbei wird dem Hund ein bequemes Tragegeschirr umgelegt und dieses mit einem Magnetverschluss an die Drohne angeklinkt.

Der Hundebesitzer lässt seinen Liebling durchs offene Fenster oder über den Balkon auf die Straße fliegen. Er überwacht den Flug auf seinem Tablett- oder PC-Bildschirm und klinkt den Hund an geeigneter Landestelle aus. Der Hund geht seiner gewohnten Verrichtung nach, wobei die Drohne in Bereitschaft bleibt und den Hund auf Wunsch des Hundehalters ferngesteuert mittels Magnetverschluss wieder aufnimmt und durchs offene Fenster zurückfliegt. Um zu vermeiden, dass beim Gassigang mehrerer Hunde und bei schlechten Sichtverhältnissen versehentlich der falsche Hund angeklinkt wird und ins Wohnzimmer fliegt, sind die Magnetverschlüsse codiert.

Erste Versuche mit zunächst kleineren Hunden waren erfolgreich, obwohl ein paar verunsicherte Kinder ihre Eltern gefragt haben sollen ob Spatzen bellen können.

Auch ein paar Tierschützer müssen noch überzeugt werden.

Sogenannte Fliegende Hunde, bei denen es sich eigentlich um große Fledermäuse handelt, fliegen weiterhin ohne Drohne.

Soweit die Realität.

Als ‚fake news’ hingegen bezeichnete ein Sprecher der US-Republikanischen Partei die Meldung, es werde an einer Präsidenten-Drohne gearbeitet, die analog zur Gassi-Drohne funktioniert. Dies sei schon deshalb Unsinn, weil zwar klar sei, wo die Drohne abheben, nicht aber wo sie danach ihre wertvolle Last  wieder absetzen könnte. Nordkorea, das Interesse gezeigt habe, sei keine Option. Im Übrigen sei alles Weitere zu diesem Thema Top Secret bis der Präsident per twitter, Dekret oder beim Dinner das Gegenteil entscheide.

UdM

 

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