Neustart 24.11.15

Lieber Ulrich,

aus der Literatur wissen wir, dass der Collie an sich äußerst gelehrig ist, seinen Menschen gefallen will und überhaupt ganz toll ist. Dina erfüllt diese ihrer Rasse nachgesagten Eigenschaften weitgehend, wenn auch nicht immer, wenn es ihre Chefs gerade wollen. „Sitz“ und „Platz“ sind kein Problem, an der Leine gehen auch nicht. Allerdings läuft sie noch lieber ohne Leine, was Mensch und Hund sehr viel angenehmer ist, zumal sie sich so gut wie nie weit entfernt.

Das „so gut wie“ hängt mit dem bei ihrer Rasse angeblich nicht vorhandenen Jagdinstinkt zusammen. Bei Dina gilt das nicht für Vögel, Eichhörnchen, Pantoffel, Damenhandschuhe (die aus der Handtasche gezogen werden) und für Laubrechen. Ihre Feinde sind Staubsauger, Küchenmaschinen, kläffende Hunde in der Nachbarschaft und fremde Kater, die von D. mit Hundewürstchen gefüttert werden.

Zu unserer großen Erleichterung schläft unser Welpe inzwischen durch. Gegen 7:00 Uhr allerdings ist spätestens der erste Gang erforderlich. Größere Geschäfte werden weitgehend an den selben Stellen erledigt, so dass das Auffinden der Ablage im Herbstlaub nicht unnötig verkompliziert wird, andere Hundebesitzer oder Spaziergänger, die aus unerfindlichen Gründen ohne Hund sind, nicht gefährdet werden. (Die besten schwarzen Auflesetütchen – hatte ich das schon einmal erwähnt? – gibt es für 99 Cent bei „Kaufland“.)

Es gilt allerdings auch über ein Ereignis zu berichten, bei dem nicht klar ist, ob die Collie-Intelligenz auf dem Wege der Nachahmung einen Hinweis zur Erleichterung der Bedürfnisregelung gegeben hat, oder ob es einfach eine überfüllte Hundeblase war, die sich nicht anders zu helfen wusste. Jedenfalls folgt Dina mir unauffällig auf die Gästetoilette, wo wiederum ich einem Bedürfnis nachkam, um sich dann ganz unkompliziert neben die Toilette zu hocken und das Gleiche zu tun. Die Toilette ist gefliest, die saugkräftige Küchenrolle war schnell bei der Hand. Alles gut, kein Problem. Nun stellt sich – zumindest theoretisch – die Frage, ob schon für Hundeforschungszwecke eine Wiederholung provoziert werden sollte? Ob sich hier gar eine praktikable Zwischenlösung bei Sturm und Hagel anbietet?

Oder ob eine Grenzüberschreitung im Sinne einer unzulässigen „Vermenschlichung“ unseres Hundetiers vorliegen könnte? Wen könnte ich da außer Dir um freundschaftliche Hinweise bitten?

Vorübergehend ratlos!

Hj

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