ÜBERGRIFFE

In einem Artikel des „Spiegel“ beklagt eine Schauspielerin, dass ein Fernsehredakteur sie grundsätzlich mit „Na, Süße?“ begrüßt habe. Sie fand das anzüglich und herabwürdigend. Nun käme ich nicht auf die Idee, egal wen, mit „Na, Süße?“ zu begrüßen, schon weil ich so unseren Hund begrüße. Aber herabwürdigend? Ein Thema für ein Interview im „Spiegel“?

Eine Autorin berichtet, dass der selbe Redakteur ihr bei der Begrüßung eine Hand gab und die andere auf ihren Hintern gelegt habe. Das sei „schlimm“ gewesen.

Wenn es sich so zugetragen hat, war es ungehörig, übergriffig und noch dazu blöd vom Redakteur. Aber statt die Sache Jahre später dem „Spiegel“ zu berichten, hätte es ja auch klassische Möglichkeiten der Reaktion gegeben: „ Lassen Sie das bitte!“, „Pfoten weg!“ „Was bilden Sie sich ein?“

Und der Herr Redakteur hätte antworten können: „Entschuldigung, das war keine Absicht!“, „Da ist mir die Hand verrutscht!“, „Oh, pardon!“ Oder was der dummen Sprüche mehr wären.

Die Autorin sagt, es sei um die Verfilmung ihres Buches gegangen. Der Redakteur sagt, die sei schon längst beschlossen und finanziert gewesen. Jetzt steht Aussage gegen Aussage und die peinlich berührte Öffentlichkeit soll entscheiden.

HR

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