FUSSBALL WM

Nachdem nun feststeht, dass die Fußball WM im Katarischen Wüstensand im Winter stattfinden wird, und das Endspiel auf den 18. Dezember terminiert wurde, ist es an der Zeit, die weniger wichtigen Ereignisse des Jahres nach diesem Termin auszurichten. Es fällt zuerst das Weihnachtsfest ins Auge, dem in unseren Breiten bisher eine gewisse Wichtigkeit beigemessen wurde.

Hierbei sei kurz erwähnt, das Weihnachten in Katar nicht gefeiert wird. Da das Weihnachtsfest vermutlich die Fußball WM stören würde, bietet sich an, es zu verlegen. Vermutlich sind von interessierter Seite Proteste zu erwarten, etwa von den christlichen Kirchen, die darauf hinweisen dürften, dass das Weihnachtsfest mit einem für die Christen unverrückbaren Ereignis in Verbindung steht, auch wenn weite Teile der Bevölkerung der wohlhabenderen Länder, in denen das Weihnachtsfest gefeiert wird, den Bezug zum eigentlichen Anlass verloren haben. (So waren die vorherrschenden Antworten bei einer in der vorigen Vorweihnachtszeit gemachten Umfrage in der BRD, was Advent bedeute, es sei eine Zeit verkaufsoffener Sonntage ).

Hier ist also kaum Widerstand gegen die Verlegung des Festes zu erwarten, denn verkaufsoffene Sonntage in einer anderen Jahreszeit sollten kein Problem sein. Zurück zu den Kirchen, die auf der Adventzeit und dem 24./25. Dezember als Geburtstag des Heilands und den damit verbundenen Feierlichkeiten bestehen werden. Ihnen muss im Angesicht des weitaus wichtigeren Ereignisses am Golf in Erinnerung gerufen werden, dass die Behauptung der genannten Geburt historisch kaum zu belegen ist und in unserer aufgeklärten Zeit eher augenzwinkernd als gegeben von vielen Gläubigen akzeptiert wird. Die Hartnäckigeren müssen darauf hingewiesen werden, dass keiner der als Kronzeugen benannten Evangelisten zu Zeiten des Heilands lebte, und die Tatsache, dass alle dasselbe berichten, wohl darauf hindeutet, dass sie von einander abgeschrieben haben. Hinzu kommt ein andauernd und unversöhnlich zwischen den orthodoxen und nichtorthodoxen Kirchen bestehender kalendarischer Dissens. Die Fußball WM wäre das ideale Ereignis hier endlich zu einer Einigung zu kommen. Würde in der nichtorthodoxen Welt nämlich endlich der 6.Januar als Geburt des Heilands akzeptiert, wäre das Problem wenn nicht gelöst, so doch entschärft. Die einfachste Lösung jedoch wäre es, das Weihnachtsfest auf den 10. März zu verlegen. Es ist dies das Geburtsdatum von Joseph Blatter. Was läge näher als Weihnachten wenigsten ein einziges Mal an einem Tag zu begehen, mit dem man – dies mit aller Vorsicht gesagt – den Lieben Gott des Weltfußballs ehren würde.

UdM

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