Zeitungsmeldung vom 15.September 2021

Einige Staaten der Europäischen Gemeinschaft, namentlich Großbritannien, Polen, Spanien, Ungarn und Dänemark, die beim Verteilen der bekanntlich zumeist akademisch qualifizierten Flüchtlinge aus Syrien und der hochmotivierten aus Nordafrika im Jahr 2015 leer ausgegangen waren, fordern von den bei der Aufnahme bevorzugten Staaten, hier besonders von der Bundesrepublik Deutschland, erhebliche Ausgleichszahlungen für die ihnen entgangenen Steuereinnahmen und die volkswirtschaftlichen Vorteile, von denen die durch die ungerechte Verteilung der Flüchtlinge bevorzugten Staaten profitiert hätten. Dies sei ein Gebot der Solidarität.

UdM

Hundetagebuch 01.09.15

Lieber Hansjürgen,

wir sind aus dem kühleren Norden zurück in Berlin. Es sind die vermutlich letzten tropischen Tage dieses Sommers, es ich also heiß. Ich sitzen am PC und lese noch einmal Deinen Brief über Mikas Tod, bin noch immer betrübt, während Emma in ihrer neusten Lieblingsecke in meinem Arbeitszimmer lagert und mich ahnungslos betrachtet. Ahnungslos, warum wir ihr sofort ihren Lieblingsball weggenommen haben, einen kleinen Hartgummi-Flummi, der in seinen unberechenbaren Sprüngen eine echte Herausforderung ans Hundereaktionsvermögen war, aber, wie wir nun wissen, auch eine Gefahr fürs Hundeleben. Ahnungslos auch, weil sie nicht weiß, dass es keine Hundespaziergänge mit Mika mehr geben wird und ahnungslos, weil sie vermutlich diese Spaziergänge als selbstverständlich hingenommen hat, so wie sie deren Nichtmehrstattfinden selbstverständlich nicht wahrnehmen wird. Oder doch?

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Hundetagebuch 20.08.2015

 

Lieber Ulrich,

Mika ist am Sonntag gestorben. Es war, so ironisch es klingt, ein „Sportunfall“. Wie Du weißt, liebte unser Hund Bälle jeder Art. Ihnen wurde hinterhergejagt, sie wurden gefangen, zerkaut, versteckt, apportiert. Am liebsten spielte Mika mit mir Golf, d.h. ich schlug mit einem kurzen Eisen – Golfer wissen was das ist – einen mittelgroßen Ball zwischen 20 und 50 Meter weit, und Mika raste hinterher. Manchmal brachte sie ihn sofort zurück, oft wurde er erst einmal kräftig bekaut. Es war nicht einfach ihr beizubringen, den richtigen Abstand zu halten, damit die Ausholbewegung oder der fliegende Ball keine Gefahr wurden.

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Das Sommerloch

Dieses Jahr scheint das „Sommerloch“ besonders groß zu sein. Da ist dann Platz für viele schöne Geschichten, die sonst keinen Hund (!) hinterm Ofen hervorlocken würden. Nachdem hinreichend beschrieben worden war, dass der SPD-Vorsitzende Gabriel gegen die CDU-Vorsitzende Merkel keinerlei Chance bei der nächsten Bundestagswahl haben wird – auch sonst niemand aus der SPD, obwohl der Berliner Fraktionsvorsitzende Saleh schon Gesine Schwan vorgeschlagen hatte – ließ nun die Kanzlerin durchblicken: Sie sei angesichts solch schöner Prognosen durchaus zur erneuten Kandidatur bereit. Weiterlesen

DRÜCKEN SIE DIE DREI

Neuerdings erschienen auf Schriftstücken, die mein Drucker lieferte neben, über und unter den Buchstaben hässliche schwarze Punkte. Ich gehöre zu den Leuten, die alles was sie schreiben nicht nur elektronisch speichern sondern zusätzlich ausdrucken. Man wirft mir deshalb Misstrauen gegenüber der IT – Technik vor. Der Vorwurf besteht zu Recht. Ich muss damit leben. Deshalb auch ist ein fehlerfrei funktionierender Drucker mir so wichtig. Einer der keine hässlichen schwarzen Punkte aufs Papier spuckt.

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Hundetagebuch 52

Lieber Hansjürgen,

häufig überfliege ich bei der Zeitungslektüre die Lokalnachrichten nur. Sie wiederholen sich häufig, was der Beschränktheit ihres Berichtsraums geschuldet ist. Mitunter aber entdeckt man dort Bemerkenswertes. Gerade auch für uns Hundebesitzer. Heute zum Beispiel fand ich auf zehn mal zehn Zentimetern Zeitungspapier Nachrichten die eines Kommentars bedürfen.

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Hundetagebuch 51

Lieber Ulrich,

höre ich aus Deiner Wortwahl – „Hunde-Ritz“ Futter – eine leichte Kritik heraus? Und ist die Tatsache, dass Emma wegen ihrer einseitigen Ernährung nicht mal mehr nach Hund riecht, wirklich positiv zu bewerten? Ist es tiergerecht ihr „richtiges Futter“ zu verwehren, weil es für die Chefs praktischer zu sein scheint? Ab und zu ein „naturbelassenes“ Produkt, ist das nicht geboten? Bei unserem nächsten Spaziergang werde ich Emma heimlich Proben von anderer Ernährung zustecken. Mal sehen was dann passiert!

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Hundetagebuch 50

Lieber Hansjürgen,

natürlich bekommen menschliche Senioren auch Seniorenfutter. Es heißt in manchen Gaststätten Seniorenteller, und wenn man sieht, um was es sich dabei handelt, möchte man nie zu den Senioren gehören, denen derartige Teller zum Schnäppchenpreis angeboten werden.

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