Lieber Hansjürgen,
wir sind aus dem kühleren Norden zurück in Berlin. Es sind die vermutlich letzten tropischen Tage dieses Sommers, es ich also heiß. Ich sitzen am PC und lese noch einmal Deinen Brief über Mikas Tod, bin noch immer betrübt, während Emma in ihrer neusten Lieblingsecke in meinem Arbeitszimmer lagert und mich ahnungslos betrachtet. Ahnungslos, warum wir ihr sofort ihren Lieblingsball weggenommen haben, einen kleinen Hartgummi-Flummi, der in seinen unberechenbaren Sprüngen eine echte Herausforderung ans Hundereaktionsvermögen war, aber, wie wir nun wissen, auch eine Gefahr fürs Hundeleben. Ahnungslos auch, weil sie nicht weiß, dass es keine Hundespaziergänge mit Mika mehr geben wird und ahnungslos, weil sie vermutlich diese Spaziergänge als selbstverständlich hingenommen hat, so wie sie deren Nichtmehrstattfinden selbstverständlich nicht wahrnehmen wird. Oder doch?
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