HOLLÄNDER SIND DIE GRÖSSTEN

Eine wissenschaftliche Studie hat ergeben, dass holländische Männer im Weltdurchschnitt alle anderen Männer um ungefähr 20 Zentimeter überragen und damit erfolgreicher sind als kleinere Männer. Die Studie führt das auf eine bessere Schulbildung, damit verbunden größere Verdienstmöglichkeiten und damit wiederum verbunden größere Attraktivität bei gebärwilligen Holländerinnen zurück. Selbstverständlich stehen wir nicht an, die Forschungsergebnisse holländischer Wissenschaftler anzuzweifeln – wundern dürfen wir uns aber doch ein wenig.

Weiterlesen

Tipp

FullSizeRender

„Der Fotograf von Auschwitz“

Gestern lief in der ARD „Nackt unter Wölfen“. Respektabel, nicht wirklich überzeugend in der Kombination von dokumentarischem Material und Inszenierung, mit starken Momenten, aber insgesamt, mit Ausnahme der Szenen mit dem Kind, wenig emotional.

Weiterlesen

Hundetagebuch 33

Lieber Ulrich,

„Man kann ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!“ war auf einem der Autos zu lesen, die auf dem Parkplatz des Hotels „Dolce“ in Bad Nauheim standen. Wir hatten vorsichtshalber bei der Buchung unseres Zimmers im „Wellnesshotel am Kurpark“ gefragt, ob Hunde willkommen seien. „Gegen eine Gebühr von 15.- EUR pro Nacht jederzeit“, lautete die freundliche Antwort. Direkt neben der Vorfahrt, wo sonst dienstbare Geister auf das Gepäck der Gäste warten, fanden wir dann auch die „Hundestation“ mit Tütchenspender und Abfalleimer, und in der großzügigen Halle bellte bereits ein anderer Hund.

Weiterlesen

Jemand erzählte eine Fabel, und die ging so:

In einem schönen Dorf waren die Gärten mit prächtigen Obstbäumen bepflanzt. Manche Dörfler hatten zahlreiche Apfelbäume, dafür nicht so viele Birnen, kaum Kirschen. Bei anderen wiederum gediehen die Kirschen vorzüglich, dazu Pflaumen und die seltenen Reineclauden. Wieder andere waren stolz auf ihre Nussbäume, neben denen sie auch Äpfel, Kirschen und Pfirsiche ernten konnten. So unterschiedlich war es bei allen, und wenn sie von einer Fruchtsorte zu viel hatten, tauschten sie über die Gartenzäune Äpfel gegen Kirschen, Nüsse gegen Birnen, Pflaumen gegen Äpfel, Reineclauden gegen Pfirsiche und so fort. Was nicht getauscht oder selbst verzehrt wurde, verkauften die Dörfler auf dem Markt. So ging es seit sie denken konnten und alle waren zufrieden.

Weiterlesen

Hundetagebuch 32

Lieber Hansjürgen,

Dein Kenntnisreichtum auf dem Gebiet der bäuerlichen Nutztiere hat mich beeindruckt. Nicht, dass ich mich als überspannten Ästheten empfände, aber etwas in mir sträubt sich gegen allzu genaues Wissen, was sich in den von unseren Hunden bevorzugten Speisen befindet, wo sie herkommen, wie sie verarbeitet wurden. Ich bin dankbar dafür, dass all die zum menschlichen Verzehr ungeeigneten Teile von Schlachttieren in eine Form gebracht werden, die ihren Ursprung unkenntlich macht.

Weiterlesen

FUSSBALL WM

Nachdem nun feststeht, dass die Fußball WM im Katarischen Wüstensand im Winter stattfinden wird, und das Endspiel auf den 18. Dezember terminiert wurde, ist es an der Zeit, die weniger wichtigen Ereignisse des Jahres nach diesem Termin auszurichten. Es fällt zuerst das Weihnachtsfest ins Auge, dem in unseren Breiten bisher eine gewisse Wichtigkeit beigemessen wurde.

Weiterlesen

Hundetagebuch 31

Lieber Ulrich,

es fällt mir nicht leicht es einzugestehen, aber Mika – um es altmodisch-sentimental auszudrücken – wächst mir zusehends ans Herz. Das liegt wohl auch daran, dass ich gerade zwei Tage mit ihr alleine auf dem Lande verbracht habe und sie sich ausgesprochen gut benommen hat. Es stimmt schon, was D. mir bei gelegentlichen Krisen entgegenhielt: ein Hund ist im Gegensatz zu unseren unabhängigen Katzen, ein Kumpel und Gefährte. Ganz abgesehen davon, dass er einem allein im Wochenendhaus, ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Noch, vermute ich allerdings, würde Mika einen möglichen Einbrecher eher durch Zuneigungsgesten zum Rückzug veranlassen, als durch glaubwürdige Drohhaltungen.

Weiterlesen

Hundetagebuch 30

Lieber Hansjürgen,

ich beginne mit einer guten und einer schlechten Nachricht. Die gute: Unlängst las ich, auf der Moskauer U-Bahnstation Mendeljewskaja gebe eine Statue für herrenlose Hunde. Gewidmet ist sie einem ‚Stationshund‘. Wir dürfen uns darunter wohl einen von mitfühlenden Nutzern des Moskauer ÖPNV liebevoll gehegten ortsgebundenen Vierbeiner vorstellen. Da äußert sich die vielbeschworene, gern von Balalaikaklängen begleitete russische Seele in ihrer schönsten Ausformung. Die schlechte Nachricht: Anlass zur Schaffung des Kunstwerkes war ein Verbrechen.

Weiterlesen

Hundetagebuch 29

Lieber Ulrich,

auch auf die Gefahr hin, dass die Frage Deiner Tochter L. doch eine ernster zu nehmendere Grundlage bekommen könnte, als den offenbar zu geringen Austausch ehepartnerschaftlicher Küsse, muss ich Dir leider mitteilen, dass nach Ansicht der einschlägigen Hunderatgeber, die Pubertät in der Tat noch bevorsteht. Auch D. vertrat mir gegenüber die von nachvollziehbarem Wunschdenken geprägte Ansicht, „das Schlimmste“ sei wohl überstanden.

Weiterlesen